ANSPANNUNG  EINSPÄNNER

Der Einspänner besteht aus einem Pferd in der Schere der Einspännerkutsche oder auch einem Einspänner Sulky (Einachser). Auch eine Gig ist eine Einspännerkutsche (Einachser). 

Natürlich gibt es auch Einspännerkutschen, die zweiachsig sind. Das ist die Mehrzahl der Einspännerkutschen.

 

 

ANSPANNUNG  ZWEISPÄNNER

Der Zweispänner besteht aus zwei Pferden an der Deichsel vor einer Zweispännerkutsche.

 

  

ANSPANNUNG TANDEM

Das Tandem besteht aus zwei Pferden, die voreinander an einer Einspännerkutsche angespannt sind.

 

 

 

 

ANSPANNUNG RANDOM

Das Random besteht aus drei Pferden, die voreinander an einer Einspännerkutsche angespannt sind.

 

 

ANSPANNUNG  EINHORN

Bei dem Einhorn handelt es sich um zwei Stangenpferde und ein Vorderpferd. Hier ist der Zweck ähnlich wie beim Tandem.
Der wohlhabende Herr läßt sich mit dem Einhorn an einen Ort fahren, wo das Vorderpferd gesattelt wird und er seinen Ausritt machen kann. Der Bedienstete fährt mit dem Zweispänner und dem Geschirr des Vorderpferdes zurück zum Stall zu dem auch der Herr nach seinem Ausritt zurückkehrt.

 

 

ANSPANNUNG TROIKA  


Bei der Troika handelt es sich um eine russische Anspannung, bei der drei Pferde nebeneinander angespannt sind. Für die klassische russische Troika-Anspannung werden Orlow-Traber verwendet.

Das Mittelpferd geht unter einer Duga im Trab, die Galopins genannten Außenpferde gehen stark nach außen gestellt im Galopp, das rechte im Links-, das linke im Rechtsgalopp. Gelenkt wird ausschließlich das Mittelpferd. Die klassische Troika wird mit vier einzelnen Leinen gefahren, von denen zwei zum Mittelpferd und je eine zum äußeren Trensenring der Außenpferde führen. Vom inneren Trensenring der Außenpferde führt ein Ausbindezügel zur Duga. Die Außenpferde folgen dem nachlassenden Zug des Ausbindezügels. während das mittlere Pferd galoppiert.

 

ANSPANNUNG VIERSPÄNNER

Der Vierspänner ist eine auch noch in Deutschland gebräuchliche Anspannung, auch wenn sie nur sehr selten zu sehen ist. Der Vierspänner wird meistens auf Fahrturnieren oder Verantaltungen (z. B. Eröffnung des Münchner Oktoberfest) gezeigt. Auf Grund der Kosten können sich nur wenige wohlhabende Leute dies leisten. Zudem braucht man für Fahrturniere bei Vierspännern mindestens ein (besser zwei) Ersatzpferde sowie einen Pferdetransporter und natürlich auch Personal.
Gefahren wird der Vierspänner mit einer Vierzug - Achenbachleine, die aus einer Vorderleine (als Kreuzleine) und einer Hinterleine (als Kreuzleine). Damit hat der Fahrer zwei Leinen in der Hand, die jeweils einen rechten und einen linken Teil haben. Der Fahrer hat also vier Leinenteile in der Hand.

 

 

ANSPANNUNG QUADRIGA


Eine Quadriga ist eine recht ausgefallene Anspannungsart. Es handelt sich dabei um einen römischen Kampfwagen vor dem vier Pferde nebeneinander angespannt sind.

 

 

ANSPANNUNG JUCKERZUG

Der Juckerzug ist ein Fünferzug, bei dem hinten zwei Stangenpferde gehen und vorne drei Vorderpferde angespannt sind. Für diese Anspannungsart gibt es keine industriell vogefertigte Leinen. Die benötigten Leinen werden aus zwei Viererzugleinen zusammengebaut. Eine komplette Viererzugleine und eine Vorderleine einer Viererzugleine für das dritte Pferd vorne.

 

 

ANSPANNUNG MEHRSPÄNNER

Alle anderen Anspannungen werden aus vorhandenen Geschirren und Leinen zusammengebaut (Sechsspänner, Siebenerzug, Achterzug, Zehnerzug usw.) und haben keinen wirklichen Sinn. Sie werden nur als Schaunummern auf Pferdeschauen (Fahrturniere, Hengstparaden der Landgestüte etc.) gezeigt.